l(i)ebenswert: Zehn Jahre CityKirche Konkordien

Es  ist ein Zeichen von lebendiger Kirche, wenn eine Vielfalt  erfahrbar wird. Hier an der CityKirche Konkordien sind wir dankbar, dass dies in den letzten zehn Jahren immer wieder spürbar geworden ist. Hier kommen unterschiedliche Bereiche zusammen, die sich sonst oft auseinander entwickelt haben. Oft hören wir: Vesperkirche und  anspruchsvolle Kunstprojekte – das geht doch nicht zusammen. – Ja, bitte schön: Sollen denn die Künste nur für die Reichen und Gebildeten  da sein?  Sollen Kirchenräume nur noch denen offen stehen, die artig ihr Konfirmandenwissen aufsagen können?

Zehn Jahre CityKirche Konkordien zeigen: Kunst und  Gotteshaus, Diakonie und interreligiöser Dialog können gut und bereichernd mit einander auskommen. Sicher auch deswegen, weil in  Mannheimer Quadraten so vieles auf engem Raum neben einander existiert: Hochkultur und Armut. Spuren der Tradition und Herausforderungen durch Migration und interreligösen Dialog. Und  gerade deshalb ist es hier – mitten im Leben und mitten in den Quadraten – die Aufgabe einer Citykirche,  zu einem besseren Miteinander beizutragen. Dafür muss Kirche Räume der Begegnung bieten, sonst hört sie auf,  Kirche für die anderen zu sein. Sonst  wird sie Vereins- und Wohlfühlkirche, schreibt   die Milieu- und Schubladensortierung der Gesellschaft weiter, ohne ihr eine Vision von versöhnter und zivilisierter Verschiedenheit entgegenzuhalten. Peter Annweiler zu zehn Jahren CityKirche über Markus 14, 3-9.