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Die Symmetrie als Universalsprache

Am 24. September startet in der CityKirche Konkordien um 20:00 Uhr ein transkulturelles Projekt von Cemile Camci und dauert bis 09. Oktober. Im Video (s.u.) erläutert die Künstlerin ihre Arbeit.

Die Wanderausstellung ist konzipiert als Bilderinstallation mit Fragen zum Thema Toleranz in drei Sprachen sowie einem Begleitprogramm mit Musik, Filmvorführung, Vorträgen und Diskussionsrunden. Stattfinden wird sie in verschiedenen Glaubensstätten in der Metropolregion Rhein-Neckar: Orte, an denen Überzeugungen gepredigt und gelebt werden, wo Toleranz zu Hause sein sollte. Die Finissage wird an einem „neutralen“ Ort stattfinden. Alle Gemeindemitglieder und interessierte Gäste sind herzlich eingeladen, zu sehen, zu diskutieren und mit ihren Ideen, Meinungen und Wertvorstellungen MITzuGESTALTEN.

Konzept und Bild-Gestaltung
Die ältesten Signets der Welt (Symbole der fünf Weltreligionen: Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam) werden zu einem neuen Kunstwerk in Form einer symmetrischen Ornamentik zusammengefügt. Die einzelnen Symbole koexistieren gleichberechtigt mit- und nebeneinander. Durch die Synthese dieser Symbole wird ein neues Ganzes erschaffen. Dieses transkulturelle Kunstwerk basiert auf der Idee, durch Symmetrie, Harmonie und Ästhetik ein Grundbedürfnis aller Kulturkreise zu erfüllen. Dabei gelingt dieser ART der Zusammenführung, die Herkunft der Ursprungssymbole nicht aufzugeben. Symmetrie-Gesetze hängen stets mit Kategorisierung und streng eingehaltener Regelmäßigkeit zusammen, letztlich also mit Grenzen. Mit diesem ästhetischen Kunstprojekt will die Künstlerin Grenzen (auf)sprengen und neu zusammenführen. Sie möchte das Wort „Transkulturalität“ mit Leben füllen.

Kurzportrait der Künstlerin
Cemile Camci wurde als Kind einer türkischen Mutter und eines albanischen Vaters 1970 in Heidelberg geboren. Als junges Mädchen verbrachte sie einige Jahre in der Türkei, heiratete dort und bekam einen Sohn. Mit 20 Jahren kam sie zurück nach Deutschland. Schulabschluss. Studium, zwei Ausbildungen – eine davon wurde dann zu ihrem Beruf.

Seit 2003 ist sie selbstständige Kommunikations-Designerin und freischaffende Künstlerin. Durch ihre bewegte Vita ist ihr das Gefühl, als Fremde auf die Toleranz anderer angewiesen zu sein, bekannt. Sie hat gelernt, es als Bereicherung zu sehen, zu verstehen und zu kommunizieren – mit und zwischen verschiedenen Kulturen – und daraus eine „Kunst zu machen“. Vor diesem Hintergrund entstand auch das Projekt „Aktion Toleranz“. Ihre Sprache ist dabei die Ästhetik. Eine universelle Sprache, die Menschen verbindet.

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Cemile Camci über ihre Arbeit (Video)